Verschiedene Lernhilfen

Ich zeig euch mal die Lernhilfen die wir benutzen.

  • Lükkasten klein und groß mit den entsprechenenden Büchern
    Lükkastensammlung
  • Bücher von Leserabe mit Silbentrennung
    Leserabe mit Silbentrennung
  • Nachschlagwerke von Duden oder Brockhaus u.s.w
    Nachschlagewerke

Ich suche die Lernhilfen danach aus wie sie mich selbst ansprechen und wo ich auch weiß das mein Kind damit arbeiten wird.
Der Lükkasten eignet sich auch schon für Kids ab dem Kindergartenalter.Mein Sohn nimmt immer den Kleinen(12 Plättchen)
und schon geht es los,da viel mit Bildern gearbeitet wird versteht er auch einiges selbst schon ohne das ich was erklären muß.
Jeder muß trotzdem für sich entscheiden was für sein Kind das richtige ist,dies sind nur Empfehlungen und wo wir damit gute Erfahrungen gemacht haben.

 

 

 

Wie ist der Schulalltag in einer LRS Klasse?

Genauso wie in einer ganz normalen Klasse 3 nur das es weniger Kinder(ca.15) sind und die Klasse 3 auf 2 Jahre lang gezogen wird.
Ansonsten haben Sie genau die gleichen Fächer Mathe, Sport, Sachkunde usw. nur Deutsch steht eben mehr auf dem Lehrplan als sonst.
Das erste Schuljahr fing so an:

Die Kinder lernen das Alphabet nochmal neu kennen nach der Methode Buchstaben kann man sehen und schreiben, wir hören und sprechen aber Laute.

Angefangen haben wir mit folgende Buchstaben
A – E – I – O – U
Das sind unsere Kapitäne (Selbstlaute).

Es folgten die Buchstaben
M – R – S – N – F – L
Das sind die Matrosen (Mitlaute).

2.Arbeiten mit dem Silbenteppich

– Kinder lernen parallel zum Laut die passende Gebärde (siehe PDF- Gebaerdensprache)
– Bilden von Reihen mit den gelernten Buchstaben,
z. B. MA – ME – Mi – Mo – MU (siehe PDF- Silbenteppich)
-dabei sollen die Kinder die Lautgebärde zeigen und dabei sprechen

Bitte achten Sie darauf dass zwischen Mitlaut und Selbstlaut keine Luft entsteht. (gute Voraussetzung für das Lesen von Texten)

3. Steigerung: Wörter zeigen und sprechen lassen

– Bitte beachten: Nicht vorarbeiten, sondern die Buchstaben verwenden die bereits in der Schule erarbeitet worden.
– Vorgehensweise:
• Das Kind will das Wort MELONE lesen.
Es zeigt und liest Silbe für Silbe mit den Handzeichen: ME – Lo – NE
• Achten Sie darauf dass die Kinder den ersten und zweiten Laut der Silbe zusammenschleifen. Es darf keine Pause entstehen.

4. Silbenarbeit

1. Es wird ein Wort gesagt, z. B. „Rosinenkuchen
2. Die Kinder sprechen das Wort und greifen die Silben.
Das geschieht folgendermaßen:
Mit der linken Hand werden die Silben gegriffen, mit der rechten
Hand gleichzeitig an den Fingern abgezählt.
(Gute Koordinationsübung)
3. Dann sprechen die Kinder noch einmal das Wort halblaut und zeichnen dabei breite ,,Silbenboote“
Siehe Beispiel: Ro-si-nen-ku-chen
Silbenboot so sehen die Silbenboote aus.

4. Zum Schluss kommt die Besatzung und die Kinder schreiben den
,,Kapitän“ (Selbstlaut) ins Boot, da dieser der wichtigste Mann im Boot ist.
Später wird die Schwierigkeit erhöht, indem die ganze Silbe eingeschrieben wird
5. Diktieren Sie nur lauttreue Wörter, also ohne rechtschreibliche Besonderheiten!

5. Mündliche Übungen zur Silbenarbeit

1. Sagen Sie dem Kind ein Wort, z. B. ,,Telefonbuch“ und fragen dann: ,,Wie heißt die dritte Silbe?“ oder „Wie heißt der Kapitän der vierten Silbe?
So kann das Kind üben, das Wort zu zerlegen und man kann diese Übung gut zwischendurch einschieben.

Nehmen sie Wörter aus dem Grundwortschatz Klasse 2
(siehe PDF Grundwortschatz_Kl.1-4)

Buchstaben wurden immer wiederholt bis sie saßen und dann erst folgten:
Kapitäne: AU – EI – EU
Matrosen: H – W – Z
Umlaute (Kapitäne):  Ä – Ö – Ü
Endungen: -en, -er, -el

6. Schreiben üben

1. Wörter ansagen, wiederholen lassen, silbenweises Sprechen oder Silbengreifen, dann erst schreiben
2. Wörter ansagen, Silbenboote malen, Kapitäne bzw. Silben einschreiben lassen
3. Abschreibübungen z.B. Wörter auf Kärtchen schreiben, nach folgenden Schritten abschreiben:
l. Wort lesen
2.Wort merken
3.Wort abdecken
4.Wort schreiben
5.Wort kontrollieren
4. mit Silbenteppich Wörter bilden, nur die vorhandenen Silben verwenden (bei falsch geschriebenen, aber vom Laut her richtig gebildeten Wörter loben, aber trotzdem auf richtige Schreibweise hinweisen
Bsp.: Fane statt Fahne

7. Lesen üben

Aussuchen von Lesestoffen gemeinsam mit dem Kind, entsprechend dem Lesestand. Achten Sie darauf, dass Sie ihr Kind nicht überfordern.
Bei der Buchauswahl einfach auf gewisse Sachen achten (siehe Bücher)dort habe ich es schon zusammen gefasst auf was man achten muss.
Arbeitsplatz: Gewöhnen sie Ihrem Kind einen festen Sitzplatz(auch für HA und fürs üben)an. Am besten sitzen Sie mit ihrem Kind über Eck.
So können Sie den Text mit einem Bleistift über der Zeile mitzeigen. Später bitte ein Lesezeichen oder ein Lineal unterlegen.
Es sollte ein ruhiger, gemütlicher Ort zum Lesen sein. Stellen Sie ein Glas Saft hin, damit der kleine Leser ab und zu seine Stimme ölen kann.
Leseübung: Suchen Sie gemeinsam mit dem Kind den Text aus. Lesen Sie gemeinsam mit ihrem Kind, immer abwechselnd (am Anfang). Gehen Sie im Gespräch noch einmal auf den Inhalt ein. Stellen Sie kleine Fragen, um zu erfahren, ob ihr Kind den Sinn des Textes verstanden hat.
Schauen Sie sich gemeinsam die Bilder an, sprechen sie darüber.
Lassen Sie den Text nie zweimal lesen und suchen Sie kein Buch aus, von dem das Kind vielleicht eine Kassette besitzt. Am Anfang müssen Sie unter Umständen auch die Zeile, die das Kind gelesen hat, noch einmal lesen, da das Kind seine Aufmerksamkeit und Konzentration zunächst auf die Lesetechnik richtet und manchmal darüber den Inhalt nicht
mitbekommt.

So das war der wichtigste Lernstoff für das erste LRS-Jahr (3/1).Aber auch der andere Stoffe wird so gelehrt wie in der normalen Klasse 3.
Ich werde auch das zweite LRS-Jahr beschreiben und Ihnen erzählen was in dem Unterricht gelehrt wird.

Wie spricht man die Buchstaben richtig aus

Warum ist die richtige Aussprache der Buchstaben so wichtig?
Die Aussprache der Buchstaben mit dem „Laut-Namen„ ist wichtig damit den Kindern das spätere Lesen lernen erleichtert wird. Die Buchstaben werden immer mit dem „Laut-Namen„ gesprochen, nie mit dem „Alphabet Namen“(So ist es falsch:Be, Ce, De, eF usw.)

Beispiel: [Ha]-[U]-[Te] = ? Lukas ist verwirrt.
Er hat versucht, die von seiner älteren Schwester gelernten Buchstaben
[Ha] und [Te] mit dem Vokal [U] in der Mitte zu verbinden: [Ha]-[U]-[Te].
Er fragt sich:
Wer ist „Ha-Ute“? Wie schmeckt „Ha-u-Tee“? oder heißt es etwa „Hau Ute“?

Richtig für Kinder im Kindergartenalter ist die Aussprache des „Lautnamens“.
Diese Lautnamen werden später beim Lesenlernen aneinandergereiht zu
einem Wort
Beispiel: [H]-[U]-[T] = HUT

Kinder bekommen vermittelt: Buchstaben kann man sehen und schreiben,wir hören
und sprechen aber Laute. Achten Sie darauf, dass das Kind den Buchstaben in den
Übungen stets bei seinem Laut nennt. Es muss zum S „Ssss“ sagen und nicht „Es“.

Sehen sie Sich das Video an:

 

Wie Kinder sprechen lernen

Wie Kinder sprechen lernen brauch ich nicht zur erklären, einfach durch Nachahmung der Eltern und man sollte viel mit dem Kind reden, am besten den ganzen Tag und es gibt auch schöne Kindersprechreime die man seinem Kind vorsagen kann. Zum Beispiel:

Das ist der Daumen,
(Der Daumen des Kindes wird angefasst)
der schüttelt die Pflaumen,
(Der Zeigefinger des Kindes wird angefasst)
der hebt sie alle auf,
(Der Mittelfinger des Kindes wird angefasst)
der bringt sie nach Haus
(Der Ringfinger des Kindes wird angefasst)
und der kleine, der isst sie alle auf!
(Der kleine Finger des Kindes wird vorsichtig geschüttelt)

Mit solchen Reimen lernen Kinder schnell sprechen und es macht Spaß den Kindern dabei zuzuhören wie Sie ihre ersten Wörter sprechen. Und so entwickelt sich nach und nach der Grundwortschatz ihres Kindes.
Aber auch bei der Aussprache kann es manchmal Probleme geben und in diesem Fall sollte man es von einem Logopäden kontrollieren lassen.
Ich spreche hier aus Erfahrung, mein Sohn hat auch Sprachprobleme durch ein zu kurzes Zungenbändchen und seit wir zum Logopäden gehen spricht er besser und die Kinder können ihn auch besser verstehen. Es lohnt sich dies vor der Einschulung zumachen, damit das Kind noch genügt Zeit hat seine Sprache auszubilden.